Viele Schulbezirke und Hochschulen berücksichtigen generative KI derzeit nicht in ihren Richtlinien zur akademischen Redlichkeit. Uns ist bewusst, dass einige Lernende diese Tools möglicherweise für Aufgaben verwendet haben, ohne die Nutzung von KI offenzulegen. Solche Fälle verstoßen möglicherweise nicht nur gegen die Ehrenkodizes der Bildungseinrichtungen, sondern auch gegen unsere Nutzungsbedingungen: Personen müssen mindestens 13 Jahre alt sein. Im Alter von 13 bis 17 Jahren benötigen sie die Erlaubnis eines Elternteils oder einer erziehungsberechtigten Person, um die Plattform zu nutzen.
Im vergangenen Jahr haben verschiedene Schulbezirke und Hochschulen neue Richtlinien zu KI-generierten Inhalten eingeführt. Wir empfehlen Lehrkräften, diese verschiedenen Ansätze selbst zu prüfen. So können sie herausfinden, was für sie am besten funktioniert, und einen Zeitplan wählen, der für Lehrkräfte und Lernende sinnvoll ist.
Zudem investieren wir umfassend in Partnerschaften mit Hochschulen und gehen davon aus, dass die Nutzung durch Studierende und Lehrkräfte zunehmen wird. Wir haben:
Funktionen für Analyse und Forschung weiterentwickelt
Anpassbare GPTs bereitgestellt, die Lehrveranstaltungen oder Aufgaben in Arbeitsbereichen von Hochschulen unterstützen können
Wenn deine Organisation an einer Partnerschaft mit OpenAI interessiert ist, findest du weitere Informationen auf unserer Seite zu Bildung.
Funktionieren KI-Detektoren?
Kurz gesagt: unserer Erfahrung nach nicht. Unsere Forschung zu Detektoren ergab, dass sie nicht zuverlässig genug sind. Schließlich könnten Lehrkräfte auf dieser Grundlage Entscheidungen über Lernende treffen, die möglicherweise langfristige Folgen haben. Andere Entwickler haben zwar Erkennungstools veröffentlicht, doch wir können deren Nutzen nicht beurteilen.
Außerdem „weiß“ ChatGPT nicht, welche Inhalte KI-generiert sein könnten. Auf Fragen wie „Hast du diesen [Aufsatz] geschrieben?“oder „Könnte dies von KI geschrieben worden sein?“ erfindet ChatGPT manchmal Antworten.Diese Antworten sind zufällig und entbehren jeder Tatsachengrundlage.
Bei unserer genaueren Untersuchung der Schwächen von Detektoren zeigte sich vor allem, dass diese Tools von Menschen verfasste Inhalte manchmal als KI-generiert einstufen.
Als wir bei OpenAI versuchten, einen Detektor für KI-generierte Inhalte zu trainieren, stufte er von Menschen verfasste Texte wie Werke von Shakespeare und die Unabhängigkeitserklärung als KI-generiert ein.
Es gab außerdem Hinweise darauf, dass dies Lernende, die Englisch als Zweitsprache gelernt hatten oder noch lernten, sowie Lernende mit einer besonders formelhaften oder knappen Ausdrucksweise unverhältnismäßig stark beeinträchtigen könnte.
Selbst wenn diese Tools KI-generierte Inhalte zuverlässig erkennen könnten, was sie nicht können, ließe sich die Erkennung durch kleine Änderungen umgehen.
Einige andere Ansätze haben sich jedoch als hilfreich erwiesen:
Einige Lehrkräfte ermutigen Lernende dazu, bestimmte Unterhaltungen aus ChatGPT zu teilen, und halten dieses Vorgehen für hilfreich. Eine Anleitung findest du hier. Dies kann viele Vorteile bieten:
Arbeitsprozess sichtbar machen und Lernfortschritte beurteilen:
Lehrkräfte können Lernende auffordern, bei der Nutzung von ChatGPT oder KI für ihre Arbeit ein Protokoll zu führen und Quellen anzugeben.
Lehrkräfte können die Interaktionen der Lernenden mit ChatGPT analysieren, um ihr kritisches Denken und ihre Ansätze zur Problemlösung nachzuvollziehen.
Über geteilte Links können Lernende die Arbeiten anderer prüfen und so ein kooperatives Umfeld fördern.
Wenn Lernende ihre Unterhaltungen mit KI dokumentieren, können sie ihre Fortschritte im Laufe der Zeit nachvollziehen. Sie können erkennen, wie sich ihre Fähigkeiten weiterentwickelt haben, Fragen zu stellen, Antworten zu analysieren und Informationen einzubeziehen. Lehrkräfte können diese Aufzeichnungen außerdem nutzen, um persönliches Feedback zu geben und die individuelle Entwicklung zu unterstützen.
Informations- und KI-Kompetenz:
Lernende können zeigen, dass sie mit KI umgehen können und die Schwächen von KI-Systemen verstehen. Lehrkräfte können beurteilen, wie gut die gestellten Fragen sind, wie relevant die erhaltenen Informationen sind und inwieweit Lernende verstanden haben, dass sie diese Informationen hinterfragen, überprüfen und auf mögliche Verzerrungen achten müssen.
Wir erwarten, dass die Nutzung von KI-Tools wie ChatGPT künftig selbstverständlich sein wird. Wenn Lernende zu einem verantwortungsvollen Umgang ermutigt werden, bereitet sie das auf eine Zukunft vor, in der von ihnen möglicherweise erwartet wird, KI in verschiedenen Kontexten einzusetzen.
Verantwortung fördern:
Wenn Lernende ihre Interaktionen mit dem Modell teilen, müssen sie Verantwortung dafür übernehmen, wie sie KI bei ihrer Arbeit einsetzen. Lehrkräfte können überprüfen, ob Lernende das Tool verantwortungsvoll und sinnvoll einsetzen, anstatt Antworten einfach zu kopieren.
