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Browserrichtlinien der ChatGPT-Desktop-App mit MDM verwalten

Learn how to deploy and verify Chromium enterprise browser policies for ChatGPT desktop on Windows, macOS, and Linux.

Aktualisiert: yesterday

Verfügbarkeit: Die Oberfläche des In-App-Browsers zum Installieren und Verwalten von Erweiterungen wird am 8. Oktober nicht für Enterprise-Workspaces aktiviert. Die MDM-Richtlinien auf dieser Seite funktionieren auch in diesem Zeitraum. So können Admins die Steuerung von Erweiterungen vor der Einführung der Oberfläche konfigurieren.

Der In-App-Browser der ChatGPT-Desktop-App basiert auf Chromium und übernimmt dessen Framework für Unternehmensrichtlinien. Er verwendet dieselben Richtliniennamen und Werteformate wie Chrome. In der Richtlinienreferenz für Chrome Enterprise findest du die verfügbaren Steuerungsmöglichkeiten und Erläuterungen zu ihren Werten. Richtlinien greifen, sofern die Plattform, die Browserversion und die betroffene Funktion in der ChatGPT-Desktop-App unterstützt werden.

Wenn du bereits Chrome verwaltest, wird dir der Bereitstellungsprozess vertraut sein. Chrome unterstützt sowohl die gerätebasierte Bereitstellung von Richtlinien als auch die cloudbasierte Browserverwaltung über Google Admin. Die ChatGPT-Desktop-App unterstützt derzeit die gerätebasierte Bereitstellung über MDM, Gruppenrichtlinien oder Tools zur Konfigurationsverwaltung. Eine Cloudverwaltung dieser Browserrichtlinien ist noch nicht verfügbar.

Für das jeweilige Betriebssystem bleiben Inhalte und Formate der Richtlinien gleich. Der wichtigste Unterschied ist, wo du sie auf dem Gerät bereitstellst: Verwende die Registrierungsschlüssel, die Einstellungsdomäne oder das Richtlinienverzeichnis der ChatGPT-Desktop-App statt der entsprechenden Speicherorte von Chrome.

Richtlinienspeicherorte nach Plattform

PlattformSo werden Richtlinien eingelesenSpeicherort für ChromeSpeicherort für die ChatGPT-Desktop-App
WindowsRegistrierungswerte und RichtlinienunterschlüsselSOFTWARE\Policies\Google\ChromeSOFTWARE\Policies\OpenAI\Codex
macOSVerwaltete Einstellungen in einem Konfigurationsprofilcom.google.Chromecom.openai.codex
LinuxJSON-Dateien im Verzeichnis für obligatorische Richtlinien/etc/opt/chrome/policies/managed//etc/opt/codex/policies/managed/

Die Kennungen der ChatGPT-Desktop-App enthalten weiterhin Codex oder codex. Verwende sie genau wie angegeben.

  • Windows: Verwende HKEY_LOCAL_MACHINE für alle Personen, die ein Gerät nutzen, oder HKEY_CURRENT_USER für eine bestimmte Person. Werttypen von Richtlinien und Listenunterschlüssel folgen dem Registrierungsformat von Chrome. Die standardmäßigen administrativen Vorlagen (ADMX) von Chrome gelten für Chrome. Verwende für die ChatGPT-Desktop-App benutzerdefinierte Registrierungseinstellungen.

  • macOS: Stelle die Richtlinienschlüssel und ihre plist-Werte als verwaltete Einstellungen unter com.openai.codex bereit. Ein Profil für die Domäne von Chrome gilt nicht für die ChatGPT-Desktop-App.

  • Linux: Stelle JSON-Dateien direkt in /etc/opt/codex/policies/managed/ bereit. Verwende /etc/opt/codex/policies/recommended/ für Richtlinien, die durch die jeweilige Person änderbare Standardwerte unterstützen.

Administrationsleitfaden

Beispielrichtlinien

Die folgenden Beispiele konfigurieren zwei Richtlinien:

RichtlinieBeispielwertWirkung
PasswordManagerEnabledfalseVerhindert das Speichern neuer Passwörter. Bereits gespeicherte Passwörter werden nicht gelöscht.
CookiesBlockedForUrls["https://example.com"]Verhindert, dass https://example.com Cookies setzt. Der Zugriff auf die Website wird dadurch nicht blockiert.

Ersetze diese Beispiele durch die Einstellungen deiner Organisation.

Erweiterungen verwalten

Stelle diese Chromium-Richtlinienschlüssel am oben angegebenen Speicherort für die ChatGPT-Desktop-App bereit. Der In-App-Browser liest sie ein und setzt sie durch, auch wenn seine Benutzeroberfläche zum Installieren und Verwalten von Erweiterungen für Enterprise-Workspaces erst später verfügbar wird. Diese Richtlinien schalten die Benutzeroberfläche nicht vorzeitig frei.

  • ExtensionInstallBlocklist: Liste der IDs von Erweiterungen, die nicht installiert werden dürfen; * blockiert standardmäßig alle. Bereits installierte Erweiterungen mit diesen IDs werden deaktiviert.

  • ExtensionInstallAllowlist: Liste der IDs, die von der Sperrliste ausgenommen sind. Bei einer Sperrliste mit * erlaubt dies die aufgeführten signierten Erweiterungen, installiert sie aber nicht.

  • ExtensionInstallForcelist: Liste von Erweiterungs-IDs, optional gefolgt von ; und einer URL zum Update-Manifest. Installiert sie ohne Rückfrage, gewährt die angeforderten Berechtigungen und verhindert, dass Personen sie deaktivieren oder deinstallieren. Sie hat Vorrang vor der Sperrliste.

  • ExtensionSettings: Dictionary mit Erweiterungs-IDs als Schlüsseln oder * für Standardwerte. Legt den Installationsmodus fest (z. B. blocked, allowed oder force_installed) und kann Berechtigungen und Hostzugriff einschränken, eine Mindestversion verlangen, das Updateverhalten festlegen oder eine Erweiterung anheften. ID-spezifische Einstellungen können die Listenrichtlinien überschreiben.

  • ExtensionAllowedTypes: Liste installierbarer Manifesttypen, z. B. extension oder theme. Sie schränkt auch erzwungene Installationen ein.

  • ExtensionInstallSources: URL-Muster für die direkte CRX-Installation in Chromium, sofern verfügbar. Sowohl die Download-URL als auch die Seite, die die Installation auslöst, müssen den Mustern entsprechen. Die Sperrliste hat weiterhin Vorrang.

Stelle unter Windows Listenrichtlinien als nummerierte REG_SZ-Werte in Unterschlüsseln bereit, die nach der jeweiligen Richtlinie benannt sind, und ExtensionSettings als JSON in einem REG_SZ-Wert. Verwende unter macOS Arrays und ein Dictionary in der Domäne com.openai.codex für verwaltete Einstellungen. Verwende unter Linux JSON-Arrays und ein Objekt in einer Datei für verwaltete Richtlinien.

Prüfe die bereitgestellten Werte und mögliche Fehler unter chrome://policy, solange die Benutzeroberfläche noch nicht verfügbar ist. Wenn eine erzwungen installierte Erweiterung aktiv ist, teste ihr tatsächliches Verhalten nach Möglichkeit in einem Pilot-Workflow im In-App-Browser. Sobald die Benutzeroberfläche zum Installieren und Verwalten von Erweiterungen im In-App-Browser für den Workspace aktiviert ist, prüfe chrome://extensions/ und teste den Installations- und Verwaltungsablauf aus Sicht der Personen, die den Browser nutzen.

Windows: Microsoft Intune oder Gruppenrichtlinien

Speichere für Microsoft Intune den folgenden Code als PowerShell-Skript und füge es unter Plattformskripts hinzu. Es schreibt obligatorische Richtlinien für alle Personen, die das Gerät nutzen:

]$ErrorActionPreference = 'Stop'$policyRoot = 'HKLM:\SOFTWARE\Policies\OpenAI\Codex'if (-not (Test-Path -LiteralPath $policyRoot)) {  New-Item -Path $policyRoot -Force | Out-Null}New-ItemProperty -Path $policyRoot -Name PasswordManagerEnabled -PropertyType DWord -Value 0 -Force | Out-Null$cookieKey = "$policyRoot\CookiesBlockedForUrls"if (-not (Test-Path -LiteralPath $cookieKey)) {  New-Item -Path $cookieKey -Force | Out-Null}New-ItemProperty -Path $cookieKey -Name '1' -PropertyType String -Value 'https://example.com' -Force | Out-Null

Setze unter Plattformskripts in Microsoft Intune die Option Dieses Skript mit den Anmeldeinformationen des angemeldeten Benutzers ausführen auf Nein und Skript in 64-Bit-PowerShell-Host ausführen auf Ja. Weise das Skript dann deiner Pilotgruppe zu. Starte nach der Ausführung des Skripts die ChatGPT-Desktop-App neu und überprüfe die Richtlinien.

Erstelle für Gruppenrichtlinien Registrierungseinstellungselemente mit denselben Schlüsseln, Wertnamen, Typen und Werten wie im Skript und wende sie auf deine Pilotgeräte an.

Formate der Registrierungswerte:

  • Boolesche Werte: REG_DWORD, mit 0 für false und 1 für true.

  • Zeichenfolgenlisten: Ein nach der Richtlinie benannter Unterschlüssel mit nummerierten REG_SZ-Werten (1, 2 usw.). Entferne beim Aktualisieren einer Liste nummerierte Werte, die nicht mehr gelten.

  • Strukturierte Richtlinien: Halte dich an die in der Richtlinienreferenz angegebene Windows-Kodierung. ExtensionSettings speichert beispielsweise sein Dictionary als JSON-Zeichenfolge in einem REG_SZ-Wert.

Verwende für benutzerspezifische Richtlinien denselben Pfad unter HKEY_CURRENT_USER und stelle sie im Kontext des vorgesehenen Benutzerkontos bereit. Ein als SYSTEM ausgeführtes Skript schreibt nicht in HKEY_CURRENT_USER des angemeldeten Benutzerkontos. Verwende für Richtlinien, die empfohlene Standardwerte unterstützen, den Unterschlüssel Recommended unterhalb des Stammschlüssels der ChatGPT-Desktop-App.

Bestehende Chrome-Richtlinie: Die ChatGPT-Desktop-App greift derzeit für jede Registrierungsstruktur separat auf SOFTWARE\Policies\Google\Chrome zurück, wenn sie den eigenen Schlüssel in dieser Struktur nicht öffnen kann. Ein lesbarer Schlüssel der ChatGPT-Desktop-App, auch ein leerer, verhindert diesen Rückgriff für die jeweilige Registrierungsstruktur. Fehlende Einzelwerte werden nicht aus Chrome ergänzt. Um beide Geltungsbereiche von Chrome getrennt zu halten, lege sowohl in HKLM als auch in HKCU jedes betroffenen Benutzerkontos einen lesbaren Schlüssel für die ChatGPT-Desktop-App an.

macOS: Jamf Pro oder Microsoft Intune

Erstelle ein Konfigurationsprofil, das erzwungene (obligatorische) verwaltete Einstellungen in der Domäne com.openai.codex festlegt. Speichere für Jamf Pro zunächst den folgenden Inhalt als com.openai.codex.plist:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple//DTD PLIST 1.0//EN" "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd"><plist version="1.0"><dict>  <key>PasswordManagerEnabled</key>  <false/>  <key>CookiesBlockedForUrls</key>  <array>    <string>https://example.com</string>  </array></dict></plist>
  • Jamf Pro: Verwende die Payload Programme und benutzerdefinierte Einstellungen eines Computerkonfigurationsprofils, lade die plist-Datei hoch und setze die Einstellungsdomäne auf com.openai.codex. Siehe die Jamf-Anleitung für benutzerdefinierte Einstellungen.

  • Microsoft Intune: Erstelle ein macOS-Profil über Vorlagen → Einstellungsdatei und setze Name der Einstellungsdomäne auf com.openai.codex. Speichere für diesen Upload nur die Schlüssel-Wert-Inhalte innerhalb des äußeren <dict>-Elements des Beispiels. Lasse die XML-Deklaration, DOCTYPE sowie die umschließenden <plist>- und äußeren <dict>-Tags weg. Lasse das verschachtelte <array>-Element unverändert. Siehe die Intune-Anleitung für Einstellungsdateien.

  • Andere MDM-Tools: Nutze deren Verfahren für benutzerdefinierte verwaltete Einstellungen oder stelle ein entsprechendes .mobileconfig-Profil für diese Domäne bereit.

Weise das Profil deinen Pilotgeräten zu und bestätige die Installation. Starte die ChatGPT-Desktop-App neu und überprüfe die Richtlinien. Verwende verwaltete Einstellungen: Eine normale Benutzereinstellung, die mit defaults write geschrieben wurde, macht eine Richtlinie nicht obligatorisch.

Linux: Konfigurationsverwaltung

Verwende ein Tool wie Ansible, Puppet oder Chef, um eine JSON-Richtliniendatei auf deinen Geräten bereitzustellen, genau wie bei Chrome.

  1. Erstelle bei Bedarf /etc/opt/codex/policies/managed/.

  2. Stelle eine JSON-Datei direkt in diesem Verzeichnis bereit, etwa über dein Konfigurationsverwaltungstool, ein Paket oder deinen Geräteverwaltungsagenten.

  3. Lege root als Eigentümer der Verzeichnisse und der Datei fest. Alle Personen, die die ChatGPT-Desktop-App nutzen, müssen Lesezugriff haben; Schreibzugriff darf nur vertrauenswürdigen Personen mit Administrationsrechten gewährt werden. Übliche Berechtigungen sind 0755 für Verzeichnisse und 0644 für Dateien.

  4. Starte die ChatGPT-Desktop-App neu und überprüfe die Richtlinien.

Beispiel für /etc/opt/codex/policies/managed/browser.json:

{  "PasswordManagerEnabled": false,  "CookiesBlockedForUrls": ["https://example.com"]}

Verwende je nach Anforderung der Richtlinie boolesche Werte, Zahlen, Arrays und Objekte im JSON-Format. Lege Dateien direkt in managed/ ab. Unterverzeichnisse werden nicht eingelesen. Vermeide es, dieselbe Richtlinie in mehreren Dateien zu definieren.

Richtlinien überprüfen

  1. Vergewissere dich, dass dein Bereitstellungstool die Registrierungswerte oder die JSON-Datei auf ein Pilotgerät übertragen bzw. das Profil dort installiert hat.

  2. Beende die ChatGPT-Desktop-App und öffne sie erneut. Öffne einen Tab im In-App-Browser und rufe chrome://policy innerhalb der ChatGPT-Desktop-App auf.

  3. Wähle Richtlinien neu laden. Prüfe für jede Richtlinie den Wert, die Quelle, den Geltungsbereich, die Ebene und den Status. Bei den Beispielen für obligatorische Richtlinien sollten als Quelle Plattform und als Ebene Obligatorisch angezeigt werden. Es sollte kein Richtlinienfehler vorliegen.

  4. Teste das beabsichtigte Verhalten in diesem Browser. Wenn eine Richtlinie auf dieser Seite erscheint, bestätigt das, dass sie eingelesen wurde. Allein daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass die betroffene Funktion wie beabsichtigt arbeitet.

Einige Richtlinien erfordern auch nach dem Neuladen der Richtlinien einen vollständigen Neustart der App. Schließe die Pilotprüfungen ab, bevor du die Bereitstellung ausweitest.

Wenn eine Richtlinie fehlt, prüfe ihre Schreibweise, den Zielspeicherort, die Zuweisung und die Leseberechtigungen. Prüfe bei einem Fehler oder einer ignorierten Richtlinie den Werttyp, die unterstützte Plattform und Richtlinienebene sowie alle unter chrome://policy gemeldeten Richtlinienkonflikte.

Um eine Richtlinie zu ändern oder zu entfernen, aktualisiere die Bereitstellung, aus der sie stammt, und entferne veraltete Registrierungseinträge oder Schlüssel in Dateien. Wenn du nur die Zuweisung eines Skripts aufhebst, werden die von ihm geschriebenen Werte nicht rückgängig gemacht. Starte die ChatGPT-Desktop-App neu und überprüfe die Richtlinien erneut. Wenn du unter Windows einen Stammschlüssel der ChatGPT-Desktop-App entfernst, kann der Rückgriff auf Chrome wieder aktiviert werden.

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